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Herzlich Willkommen auf dem Bildungsportal

Das Bildungsportal bündelt alle Bildungseinrichtungen im Ostalbkreis auf einer zentralen Website. In der ersten Version sind bereits alle Angebote der Kinderbetreuung detailliert dargestellt. Alle weiteren Bildungsbereiche werden in den nächsten Wochen und Monaten schrittweise um eine vertiefte Darstellung erweitert.

Viel Spaß und Erfolg bei der Suche nach den für Sie passenden Angeboten wünscht das Team des Bildungsbüros!

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Aktuelles aus dem Bildungsbüro

8. Bildungskonferenz zum Thema „Bildungsgerechtigkeit“

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus den Bereichen Bildung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fanden sich am 24. Oktober zur bereits 8. Bildungskonferenz des Ostalbkreises im Landratsamt in Aalen ein. Thema war mit „Bildungsgerechtigkeit“ ein Klassiker der bildungswissenschaftlichen Forschung, das auch im Ostalbkreis im Zuge der Veröffentlichung des 2. Bildungsberichts eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfährt.
Herr Landrat Pavel griff deshalb in seiner Einführungsrede auf, dass mit dem Thema der Nerv des neu für den Ostalbkreis erschienen Bildungsberichtes und zahlreicher Bildungsstudien getroffen worden sei. Er verwies darauf, dass Ungerechtigkeiten sowohl die wirtschaftliche Stabilität gefährden als auch den Boden für Intoleranz und Gewalt bereiten könne. Der im Juli veröffentlichte 2. Bildungsbericht des Ostalbkreises zeige, dass es auch im Ostalbkreis Entwicklungen gebe, die nachdenklich stimmten. Landrat Pavel nannte als Beispiel die weiterhin hohe Zahl an SGB-II-EmpfängerInnen sowie eine Quote von ca. 23 % an Kindergartenkindern, die einen intensiven Sprachförderbedarf benötigten. Zudem zeige der Bildungsbericht, dass bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund besonders häufig Bildungsungleichheiten festzustellen seien. Sie besuchten im Vergleich zu SchülerInnen ohne Migrationshintergrund seltener ein Gymnasium oder fänden sich an den Beruflichen Schulen häufiger in Schulformen des sogenannten Übergangssystems, wie Landrat Pavel betonte. Es gebe aber durchaus auch positive Entwicklungen festzustellen. So gelänge es immer mehr Menschen mit einem Fluchthintergrund, im Berufs- und Arbeitssystem im Ostalbkreis Fuß zu fassen.
Anschließend ging Prof. Dr. Kai Maaz, Direktor der Abteilung „Struktur und Steuerung des Bildungswesens“ am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und gleichzeitig Sprecher der Autorengruppe des nationalen Bildungsberichts, in seiner Rede auf empirische Erkenntnisse zum Thema ein. In seinem Vortrag berichtete er, dass die Bildungschancen für Kinder aus sozial schwierigeren Milieus besser geworden seien. Dennoch betonte er, dass es die absolute Bildungsgerechtigkeit nicht geben werde. In seiner informativen und anschaulichen Rede führte er des Weiteren an, dass Bildungsgerechtigkeit auch eine Öffnung des Bildungssystems bedeute, die Kindern und Jugendlichen also z. B. die Möglichkeiten gebe, sich später als an den standardisierten Bildungsübergängen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen. Dies veranschaulichte er am Beispiel der Beruflichen Gymnasien, an denen in etwa jedes dritte Abitur in Baden-Württemberg vergeben werde. Dennoch dürfe eine Öffnung des Bildungssystems nicht zu Lasten der Bildungsqualität gehen. Maaz ließ in seinem Vortrag deutlich werden, dass weniger strukturelle Reformmaßnahmen zu einem gerechteren Bildungssystem führten, vielmehr seien vor allem individuelle Hilfen für das einzelne Kind wirksam.
Anknüpfend an diesen Vortrag leitete Landrat Pavel über zu einem Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Kai Maaz, Schulpräsidentin Claudia Rugart, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Prof. Dr. Claudia Vorst, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd sowie Sabine Fath, Schulleiterin der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd. Dabei wurde die Situation eines gerechten Bildungswesens im Ostalbkreis diskutiert und nochmals auf verschiedene Inhalte aus der Rede von Kai Maaz eingegangen. Daneben war die Aussage des Bildungsexperten, man dürfe „Bildungsgerechtigkeit“ und „Bildungsungleichheit“ nicht vermischen, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bildungskonferenz ein anregender Impuls, um den Begriff „Gerechtigkeit“ nochmals kritischer zu hinterfragen. Kai Maaz verwies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass die Annahme, Bildungsunterschiede würde es eines Tages nicht mehr geben, eine Ilussion sei. Deutlich wurde in der Diskussion jedoch auch, dass zukünftig die frühkindliche Bildung, die Bildungsförderung und der Fachkäftemangel wichtige Themen in der Bildungsregion sein werden. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnten die TeilnehmerInnen bei einem von der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd hervorragend gestalteten Buffet nochmals die Thematik tiefergehend besprechen und den Abend ausklingen lassen. Für einen musikalischen Rahmen sorgte die Schülerband „Ash“ der Alemannenschule Hüttlingen, die mit Max Giesingers „80 Millionen“ poppige Klänge und mit dem neuen Toten-Hosen-Hit „Wannsee“ auch punk-rockige Noten in ihrem Repertoire hatte.

Bildungsbüro Ostalb

07361 503 1274

bildungsregion@ostalbkreis.de